Trisomie 21 - Down-Syndrom*

Die Trisomie 21 ist die häufigste diagnostizierte Chromosomenabweichung. Etwa 50% aller auffälligen Befunde nach einer Fruchtwasseruntersuchung beinhalten diese Diagnose. Bei dieser chromosomalen Besonderheit ist das 21. Chromosom nicht wie normalerweise zweimal, sondern dreimal vorhanden. Diese Abweichung ist nur in seltenen Fällen erblich bedingt: ganz überwiegend kommt sie spontan bei etwa einer von 650 Geburten zustande – sozusagen als eine Laune der Natur.

Die aus dieser Anlage resultierende Behinderung wird „Down-Syndrom“ (früher „Mongolismus“) genannt. Es gilt als wissenschaftlich anerkannt, dass die Wahrscheinlichkeit für eine Trisomie mit zunehmendem Alter von Frauen ansteigt; keine Anhaltspunkte gibt es bisher dafür, dass auch das Alter von Männern beim Zustandekommen von Trisomien eine Rolle spielt. (Anmerkung der Herausgeberinnen: Neuere Untersuchungen zeigen einen Zusammenhang auf). Kinder mit Down-Syndrom müssen nicht krank sein, nur bei einem Teil von ihnen geht diese Behinderung mit schweren organischen Erkrankungen, wie beispielsweise einem Herzfehler, einher.

Im allgemeinen gelten Menschen mit Down-Syndrom als intellektuell beeinträchtigt. Allerdings hängen ihre Entwicklungschancen entscheidend davon ab, wie sie emotional angenommen werden und welche Förderung sie erhalten

 

*zitiert nach:
Schwanger sein - ein Risiko?
Informationen und Entscheidungshilfen zur vorgeburtlichen Diagnostik
verlag selbstbestimmtes leben,
Düsseldorf Mai 2000; Hrg: Sichtwechsel e.V. Verein zur Förderung der Ziele des Netzwerks gegen Selektion durch Pränataldiagnostik

 

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