Triple-Test/Quadruple-Test

Anwendung wegen neuer Untersuchungsmethoden nur noch selten.

Wie

Der Schwangeren wird venöses Blut entnommen und auf die Schwangerschaftshormone HCG und Östriol untersucht. Zusätzlich wird AFP, ein im Blutkreislauf der Mutter enthaltenes Eiweiß des Kindes, bestimmt. Die ermittelten Werte werden im Labor mit dem Alter der Schwangeren und der Schwangerschaftsdauer in Beziehung gebracht. Hiermit wird ein individuelles Risiko statistisch berechnet.

Der Quadruple-Test ist eine Erweiterung des Triple-Tests, bei dem zusätzlich der Hormonwert für Inhibin A im Blut der Mutter bestimmt wird. Dieser Wert soll die Rate der falsch positiven und falsch negativen Ergebnisse des Triple Tests verringern. Dennoch entsprechen die Vor- und Nachteile/Risiken denen des Triple-Tests.

Wann

Die Blutentnahme erfolgt in der gynäkologischen Praxis in der Regel zwischen der 15. und 18. Schwangerschaftswoche.

Warum

Mit beiden Tests kann eine individuelle Risikoabschätzung für das Down-Syndrom oder den Neuralrohrdefekt (z.B. „offener Rücken“) erfolgen. Das Untersuchungsergebnis dient häufig als Entscheidungsgrundlage
für die Anwendung weiterer Tests.

Vor- und Nachteile/Risiken

Die Testergebnisse können Hinweise auf ein erhöhtes Risiko für das Down-Syndrom oder den Neuralrohrdefekt geben, jedoch ist keine verlässliche Diagnose möglich. Ein Teil aller erhobenen Befunde ist auffällig, ohne dass das Ungeborene tatsächlich betroffen ist.

Bei einem auffälligen Befund kommt es häufig zu weiteren invasiven Untersuchungen für die Schwangere (siehe Amniozentese). Im Vergleich zur Nackentransparenzmessung liegen die Ergebnisse später vor.

Schwangerschaftserleben

Die beiden Tests können der Schwangeren bei einem unauffälligen Ergebnis Sicherheit geben. Da das Testergebnis lediglich eine Risikoabschätzung und keine verlässliche Diagnose darstellt, können sie jedoch sowohl falsche Sicherheit vermitteln als auch unnötige Beunruhigung in der Schwangerschaft schaffen.

 

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